2. April 2008

Förderungen: Das süße Gift

Ein Unternehmen, das sich für Förderungen interessiert, sollte ein paar Grundsätze beachten:

1. Förderungen sind kein Ersatz für zahlende Kunden und decken in den seltensten Fällen 100 Prozent der Kosten.
2. Förderungen sind nicht komplizierter abzuwickeln als Bankfinanzierungen.
3. Wer auf Förderungen verzichtet, will als Kunde der Förderstellen deren Angebot (Geld) nicht annehmen.
4. Auch das Angebot Fördergeld beruht auf Gegenleistung: Gebe ich Dir Fördergeld, investierst Du damit in Bereiche, die für mein Land, meine Kommune, eine bestimmte Branche o.ä. von Bedeutung sind.

Neben den Einzel-Förderungen gibt es für Unternehmen immer mehr Projekt- und Kooperationsförderungen. Und dort, wo es um Kooperations-Projekte (Einzelprojekte von mehreren Organisationen, Unternehmens-Netzwerke oder Cluster, Kooperations-Projekte innerhalb von Clustern) geht, ist das Management der Kooperation und damit auch deren Förderungen ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Allerdings gilt auch hier: Wer nur wegen der Förderung ein solches Projekt angeht, ist selber schuld …

Oder geht irgendjemand von uns zum Arzt, nur weil wir wissen, dass es uns nichts kostet, weil’s ohnehin die Krankenkasse zahlt? Andererseits wären wir schön dumm, kostenlose Vorsorge-Angebote wie etwa eine Gesundenuntersuchung mit Leistungscheck nicht in Anspruch zu nehmen!

Franz Zuckriegl, Cluster-Lotse 

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