10. März 2008
Cluster: Regionale Netze fangen globale Fische
So lautet der Titel einer Reportage im Fachmagazin medianet. Weiter heißt es in dem Bericht:
Seit 15 Jahren wird in Österreich geclustert, was das Zeug hält. Heute gibt es laut einer aktuellen Studie des Wirtschaftsministeriums bundesweit 50 Cluster, denen 3500 Klein- und Mittelbetriebe, Unis, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und Organisationen angehören. Und die 420.000 Mitarbeiter dieser Cluster-Mitglieder setzen pro Jahr rund 80 Milliarden Euro um. Mit diesen Zahlen nimmt Österreich im europäischen Vergleich eine Vorreiterrolle mit Vorbildfunktion ein. Nicht umsonst etablierte die heimische Regierung während der österreichischen Ratspräsidentschaft den Cluster-Gedanken innerhalb der EU, ist im 7. Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung den Clustern eine zukunftsträchtige Rolle zugeschrieben – eine solche lässt ihnen auch das aktuelle österreichische Regierungsprogramm zukommen, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Medizin und Technologie.
Besonders hervorgehoben werden im medianet-Bericht auch die Aktivitäten des steirischen Humantechnologie-Clusters. Als Verantwortlicher für “Corporate Communications” des Clusters freut es mich natürlich, dass die Aktivitäten auch in einer breiteren Öffentlichkeit so positiv wahrgenommen werden:
Tatsächlich sind es just die in den Bereichen Medizintechnik, Bio-Technologie und Pharmazeutik gegründeten Cluster, die derzeit eine enorme Performance zeigen. Zu den Gruppen zählen der 2002 gegründete Gesundheitscluster Oberösterreich mit knapp 160 Mitgliedern, der im selben Jahr installierte Cluster Life Sciences Vienna Region mit 140 Forschungsabteilungen, der 2003 aus der Taufe gehobene Cluster Life Sciences Tirol mit gut 50 Mitgliedern und seit 2004 auch der Cluster Human.technology Styria (HTS) mit gut 40 Angehörigen. Letzterer, der jüngste, nimmt die derzeit dynamischste Entwicklung der Health-Cluster: Nicht nur, dass der HTS für seine Mitglieder „Best Practice“-Ausbildungen anbietet und somit internationales Qualitätsniveau erreicht. Mit der Etablierung des Kompetenzzentrums „Pharmaceutical Engineering“ in Graz, für das der renommierte Forscher Johannes Khinast aus den USA zurückgeholt werden konnte, machte sich die Steiermark zum europäischen Hotspot in der pharmazeutischen Forschung […]
[…] Daneben ist es dem HTS gelungen, die Europazentrale von BioCatalytics, einem weltweit führenden Hersteller von Enzymen und enzymatischer Technologie, in die Steiermark zu holen. Dadurch ist zu erwarten, dass 50 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Und nicht zuletzt vernetzte der steirische auch andere Cluster im neuen, bundesweiten Cluster Life Science Austria (LISA), der sich und damit Knowhow und Netzwerke aus Österreich auf der Medica, der weltweit größten Medizinmesse […] erstmals präsentierte.
Das Erfolgsgeheimnis der Cluster liegt in ihrer hohen regional verankerten Kompetenz, ihrer Vernetzung mit lokalen und überregionalen Unternehmen und Einrichtungen sowie ihren Kooperationen mit Global Players.
Hier der Volltext des Beitrages: http://www.medianet.at/content11008-63.html