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12. Dezember 2008

Bayerische Clusterinitiative zeigt Wirkung

 

Im Jahr 2006 hat das Land Bayern seine “Cluster-Offensive” gestartet. Schon nach eineinhalb Jahren zeigen sich positive Effekte, wie eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zeigt. Zu den Erfolgsfaktoren und Empfehlungen für die Zukunft der Cluster heißt es u.a.:

Erfolgsfaktoren sind übersichtliche und transparente Strukturen und ein ausgewogener Mix aus wissenschaftlichen Einrichtungen und unterschiedlichen Firmen. Weitere Verbesserungen lassen sich beispielsweise durch eine klare Strategie, frühzeitige Kommunikation über weitere Planungen oder eindeutige Ziel- und Leistungskriterien erreichen. Die Potenziale können noch besser ausgeschöpft werden, wenn sowohl die Zusammenarbeit der Cluster untereinander intensiviert als auch innerhalb der Cluster maßgeschneiderte Projekte gefördert werden.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

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12. Dezember 2008

Experten-Interviews, Teil 16: Holger Floeting, Difu Berlin

 

Cluster in der kommunalen und regionalen Wirtschaftspolitik – Vom Marketingbegriff zum Prozessmanagement“, so lautet der Titel der Anfang Dezember 2008 von Holger Floeting* herausgegebenen Publikation. Wir haben mit dem Experten am ”Deutschen Institut für Urbanistik (Difu)“ über den aktuellen Cluster-Boom, Krisen-Szenarien und die Zukunft der Cluster-Idee in den deutschsprachigen Ländern gesprochen …   

Lieber Holger Floeting, Sie arbeiten am “Deutschen Institut für Urbanistik (Difu)” und haben Anfang Dezember 2008 Ihr neues Buch vorgestellt. Wann sind Sie denn das erste Mal mit dem Thema konfrontiert worden und wie sieht Ihr persönlicher – und auch Ihr wissenschaftlicher – Zugang zum Cluster-Thema aus?

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9. Dezember 2008

First joint EU-Japan Forum on clusters

 

Die EU und Japan kooperieren in der Cluster-Entwicklung. So fand am 2. und 3. Dezember 2008 das erste “EU-Japan Regional Cluster Forum” in Yokohama statt, gemeinsam veranstaltet vom japanischen Wirtschafts- (METI) und Technologie-Ministerium (MEXT) sowie vom EU-Japan Centre for Industrial Cooperation und der EU-Delegation in Tokyo.

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4. November 2008

Experten-Interviews, Teil 15: André-Bastian Soudah, Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland

 

“Erfolgreiche Unternehmen für eine erfolgreiche Region” 

Die “Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland” ist eine Organisation von Unternehmen für Unternehmen, wie André-Bastian Soudah*, Clustermanager der Initiative, erzählt. “Unser Ziel ist es, Clusterbildungsprozesse zu initiieren.” Das heißt, es geht darum, zuerst regionale Stärken herauszufinden und anschließend die Schlüsselspieler einer Branche zusammen zu bringen und für die Vorteile eines Clusterprozesses zu werben und erste gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen. “Wenn wir dann nach zwei, drei Jahren sehen, dass die Clusterinitiative selbstständig ist, ziehen wir uns langsam wieder zurück”, erläutert Soudah die Strategie der Wirtschaftsinitiative, die Wert darauf legt, “ ausschliesslich von der Wirtschaft getragen” zu werden. Clusterlotse Franz Zuckriegl im Gespräch über Strategien, Krisen und Chancen von Netzwerken in der Mitte Deutschlands.

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16. Oktober 2008

Cluster in der Krise

 

Die spekulative Finanzwirtschaft macht bankrott, die geplatzten Phantasiewerte verhageln die realen Bilanzen der Banken und diese tun sich immer schwerer, an Geld zu kommen, das die Realwirtschaft – also jener Bereich, in dem Dienstleistungen und Produkte entwickelt, angeboten und verkauft werden – zum Arbeiten braucht. Willkommen in der Wirtschaftskrise.

Aber was hat all das mit Clustern zu tun?

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13. Juni 2008

Experten-Interviews, Teil 12: Christian Buchmann, Wirtschaftslandesrat Steiermark

 

Seit 1995 gehören im österreichischen Bundesland Steiermark Cluster-Initiativen zur Wirtschaftsstrategie. Mittlerweile gibt es sieben Cluster und Netzwerke im Land und die Wirtschaftspolitik ist bestrebt, diesen Netzwerken auch eine internationale Perspektive zu geben. Als Landesrat für Wirtschaft, Innovation und Finanzen ist Dr. Christian Buchmann* der politisch Verantwortliche für die Cluster in der steirischen Landesregierung. Ein Gespräch über die Cluster-Strategie eines Landes.      

Die Steiermark gilt als “Mutterland der Cluster in Europa” und hat seit 1995, als der Autocluster ins Leben gerufen wurde, Erfahrung mit Clustern. Aus Ihrer Sicht als Wirtschaftspolitiker: Was haben die Cluster dem Land gebracht?

Christian Buchmann: Das Wirtschaftsressort des Landes Steiermark verfolgt eine Wirtschaftsstrategie, die den Titel “Innovation serienmäßig” trägt. Wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftsstrategie ist das Arbeiten in Clustern und Netzwerken. In der Steiermark gibt es sieben Cluster und Netzwerke (Automobilcluster, Werkstoffcluster, Humantechnologiecluster, Holzcluster, Umwelttechnologienetzwerk, Lebensmitteltechnologienetzwerk und das Netzwerk der Kreativwirtschaft), die für den Wirtschaftsstandort große Bedeutung haben. Die 46.000 Mitarbeiter in den Partnerunternehmen des Autoclusters erzielen zum Beispiel jedes Jahr einen Umsatz von 11 Milliarden Euro. Fast jeder 2. steirische Arbeitnehmer arbeitet in einem Betrieb, der in einem Cluster oder in einem Netzwerk organisiert ist. Abgesehen von diesen volkswirtschaftlich beeindruckenden Zahlen haben die Cluster zu einer signifikanten Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Steiermark geführt sowie eine nationale und internationale Standortprofilierung gebracht.

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3. Juni 2008

Experten-Interviews, Teil 11, Wolfgang Sening, Cluster Medizintechnik Bayern

 

Der im Juni 2006 ins Leben gerufene High-Tech-Cluster Medizintechnik ist eine der insgesamt 19 Netzwerk-Organisationen der “Allianz Bayern Innovativ“. Bayern zählt zu den größten Produzenten und Exporteuren von Medizintechnik weltweit und deckt bei einem Exportanteil von 70 Prozent rund 30 Prozent der Gesamtproduktion Deutschlands ab. Mit dem Clustermanagement betraut wurde das seit zehn Jahren bestehende “Forum MedTech Pharma e.V.“. Vorstandsvorsitzender des Forums und Clustersprecher ist Prof. Dr. Michael Nerlich vom Klinikum der Universität Regensburg.

Sehr geehrter Dr. Sening*, seit Sommer 2006 sind Sie Manager des Clusters Medizintechnik. Ein junger Cluster, der allerdings bei  dem bereits sehr lange und gut funktionierenden Netzwerk Forum MedTech Pharma etabliert ist. Wie sieht die Aufgabenteilung in der Praxis aus?

Wolfgang Sening: Das Projekt “Cluster Medizintechnik” ist synergetisch in das Forum MedTech Pharma e.V. integriert, ein international ausgerichtetes Netzwerk mit mehr als 590 Mitgliedsorganisationen aus 14 Nationen, nicht nur aus den Bereichen Medizintechnik, sondern auch aus dem Pharma- und Biotech-Sektor. Die Clusteraktivitäten wiederum verfolgen eine regionale Perspektive mit dem klaren Fokus auf Medizintechnik. Im Rahmen des Clusters ist es uns möglich, einen noch engeren und direkteren Kontakt zu den Akteuren aufzubauen. Ein thematischer Schwerpunkt des Clusters liegt in der Aus- und Weiterbildung für die Gesundheitswirtschaft. So unterstützen wir etwa die FH Ansbach bei der Einrichtung eines biomedizinischen Studienganges, der 2009 starten wird.

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21. Mai 2008

Experten-Interviews, Teil 9: Gerrit Stratmann, HA Hessen Agentur

 

Der Technologiebereich der Hessen Agentur ist vom Selbstverständnis “zentrale Anlaufstelle für die Betreuung von Cluster- und Netzwerkbildungsprozessen zwischen Industrieunternehmen  und Hochschulen entlang der Wertschöpfungskette in zukunftsorientierten Branchen und Technologiefeldern”. Dr. Gerrit Stratmann* ist in der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Hessen zuständig für das TechnologieTransferNetzwerk (TTN-Hessen) und die Betreuung und Entwicklung von Netzwerken und Clustern.  

Sehr geehrter Dr. Stratmann, die Gründung von Cluster- und Netzwerkinitiativen erfolgt auf zwei Wegen: Entweder investiert eine regionale Regierung im Zuge der Strukturentwicklung in eine als chancenreich erkannte Branche oder Unternehmen einer Branche sehen konkrete Projektchancen und treten von sich aus an die Regierung heran mit der Bitte um Unterstützung. Aus Ihrer bisherigen Erfahrung: Welche Variante kommt in Hessen öfter vor?

Gerrit Stratmann: Das ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Es gibt erfolgreiche Clusterinitiativen wie den Automotive Cluster RheinMainNeckar, der gemeinsam von einer Gruppe von Unternehmern und regionalen Wirtschaftsförderern etabliert wurde und ehrenamtlich gemanagt wird. Grundsätzlich ist es dennoch so, dass die Entwicklung von Clusterinitiativen auch in Deutschland von der jeweiligen Landespolitik geprägt wird. Die Frage ist immer, in welcher Form das Fördergeld verteilt wird: Hessen geht dabei ganz bewusst einen Weg, den man als “bottom-up-Ansatz” bezeichnet. Die Initiative zur Vernetzung von Clustern muss von unten, den Akteuren in den Unternehmen und Regionen, kommen und kann nicht von der Politik “verordnet” werden. In Bayern wird hingegen eher eine “top-down-Strategie” verfolgt.

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