Das Netzwerk Creative Industries Styria (CIS) zählt zu den jüngsten Netzwerken und Clustern der Steiermark. Grundlegend für das Netzwerk war eine 2006 durchgeführte Potenzialanalyse der Kreativwirtschaft im Großraum Graz. Das für die “Kulturstadt Graz” wenig überraschende, aber erstmals wissenschaftlich fundierte Ergebnis: Die Kreativwirtschaft hat ein jährliches Wertschöpfungspotenzial von rund 1,5 Milliarden Euro, was einem Anteil von 14 Prozent an der gesamten Wertschöpfung entspricht. Grund genug, mit Mag. Eberhard Schrempf*, dem seit 2007 amtierenden Geschäftsführer der Creative Industries Styria, ein Gespräch zu führen.
Lieber Mag. Schrempf, wie haben Sie die Gründungsphase der neuen Netzwerkgesellschaft erlebt, warum hat man das in Angriff genommen?
Eberhard Schrempf: Ausschlaggebend für die Gründung waren sicher drei Faktoren: Erstens geht der internationale Trend dahin, den Wert von Kreativität und Kreativwirtschaft richtig einordnen zu können. Und mittlerweile schätzt und respektiert man die “kreative Klasse”. Zweitens lieferte die Studie von Joanneum Research zum Kreativpotenzial im Großraum Graz die entsprechenden Daten und Fakten. Und drittens gibt es in der Steiermark eine lange Tradition der Organisation unternehmerischer Aktivitäten in Form von Clustern und Netzwerken. Meiner Ansicht nach ist es auch ganz gut, dass wir in Sachen Kreativwirtschafts-Vernetzung erst bei der “zweiten Welle” dabei sind; so konnten wir viel von positiven Beispielen wie dem Werkraum Bregenzerwald oder der Wiener Initiative departure lernen.
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