22. Januar 2009

Clusterentwicklung in Ungarn

 

Strategien und Möglichkeiten der Clusterpolitik in Ungarn vor dem Hintergrund praktischer Erfahrungen in Mitteleuropa und der Programme der EU werden im Rahmen einer zweitägigen Konferenz in Budapest diskutiert.

Clusters in Europe – Do Clusters Drive the Lisbon Process?

Das ist der Titel der am 26. und 27. Januar 2009 im Budapester Marriott Hotel stattfindenden internationalen Konferenz. Nähere Informationen zum Programm gibt es hier: http://polusprogram.eu/cms/en/front 

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14. Januar 2009

Zweite Runde im Spitzencluster-Wettbewerb

 

Heute fiel der Startschuss zur zweiten Runde im deutschen Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Bewerber für die zweite Runde sollen bis zum 15. April 2009 ihre Skizze zum Cluster einreichen. Eine unabhängige Jury wählt aus diesen Einreichungen bis zu 15 Finalisten aus. Die Finalisten müssen dann bis zum Oktober 2009 ihre Clusterstrategie sowie prioritäre Projekte zur Umsetzung der Strategie präsentieren. Aus der Finalistengruppe wählt die Jury maximal fünf Spitzencluster aus. Diese können dann wie in der ersten Runde bis zu 200 Millionen Euro Förderung über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren erhalten.

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8. Januar 2009

Vater des steirischen Autoclusters übt heftige Kritik an seinem Kind

 

Herbert Paierl gilt als “politischer Erfinder der Cluster-Idee” und war für den Start eines der ersten europäischen Cluster (Autocluster ACstyria) im Jahr 1995 verantwortlich;  wir haben im Clusterblog bereits darüber berichtet. Paierl arbeitet seit einigen Jahren in der Privatwirtschaft (und war vor Kurzem bei der Bildung der neuen österreichischen Bundesregierung Ende 2008 auch als Wirtschaftsminister im Gespräch). In der Ausgabe vom 9. Januar 2009 des Wirtschaftsblattes kritisiert Paierl nun die aktuelle Entwicklung im ACstyria sowie seinen politisch verantwortlichen Nachfolger im Amt des Wirtschafts-Landesrates, Christian Buchmann, heftig. Wirtschaftsblatt-Redakteur Andreas Kolb schreibt:

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19. Dezember 2008

Silicon Saxony vor dem Aus?

 

Die Krise in der Halbleiterbranche weitet sich aus, die großen Unternehmen (AMD, Infineon, v.a. Qimonda) des Vorzeige-Netzwerkes Silicon Saxony befinden sich in argen Turbulenzen. Die Medien berichten ausführlich, wie die Financial Times Deutschland:

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15. Dezember 2008

Indisches KMU-Cluster-Programm wird adaptiert

 

Gemeinsam mit der Unido adaptiert das indische Industrie-Ministerium, Department of Industrial Policy & Promotion (DIPP), das seit 2003 laufende Custer-Entwicklungsprogramm speziell für SMEs (KMUs). Stand zu Beginn des Programmes die Entwicklung von physischer Infrastruktur (Straßen, Fortbildungszentren u.ä.) für die jeweiligen Branchen in den Regionen im Vordergrund der Cluster-Kooperationen, liegt der Schwerpunkt in acht “Modellclustern” ab Januar 2009 in der Entwicklung von Know-how u.ä., also im Humankapital, berichtet The Economic Times.

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13. Juni 2008

Experten-Interviews, Teil 12: Christian Buchmann, Wirtschaftslandesrat Steiermark

 

Seit 1995 gehören im österreichischen Bundesland Steiermark Cluster-Initiativen zur Wirtschaftsstrategie. Mittlerweile gibt es sieben Cluster und Netzwerke im Land und die Wirtschaftspolitik ist bestrebt, diesen Netzwerken auch eine internationale Perspektive zu geben. Als Landesrat für Wirtschaft, Innovation und Finanzen ist Dr. Christian Buchmann* der politisch Verantwortliche für die Cluster in der steirischen Landesregierung. Ein Gespräch über die Cluster-Strategie eines Landes.      

Die Steiermark gilt als “Mutterland der Cluster in Europa” und hat seit 1995, als der Autocluster ins Leben gerufen wurde, Erfahrung mit Clustern. Aus Ihrer Sicht als Wirtschaftspolitiker: Was haben die Cluster dem Land gebracht?

Christian Buchmann: Das Wirtschaftsressort des Landes Steiermark verfolgt eine Wirtschaftsstrategie, die den Titel “Innovation serienmäßig” trägt. Wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftsstrategie ist das Arbeiten in Clustern und Netzwerken. In der Steiermark gibt es sieben Cluster und Netzwerke (Automobilcluster, Werkstoffcluster, Humantechnologiecluster, Holzcluster, Umwelttechnologienetzwerk, Lebensmitteltechnologienetzwerk und das Netzwerk der Kreativwirtschaft), die für den Wirtschaftsstandort große Bedeutung haben. Die 46.000 Mitarbeiter in den Partnerunternehmen des Autoclusters erzielen zum Beispiel jedes Jahr einen Umsatz von 11 Milliarden Euro. Fast jeder 2. steirische Arbeitnehmer arbeitet in einem Betrieb, der in einem Cluster oder in einem Netzwerk organisiert ist. Abgesehen von diesen volkswirtschaftlich beeindruckenden Zahlen haben die Cluster zu einer signifikanten Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Steiermark geführt sowie eine nationale und internationale Standortprofilierung gebracht.

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21. Mai 2008

Experten-Interviews, Teil 9: Gerrit Stratmann, HA Hessen Agentur

 

Der Technologiebereich der Hessen Agentur ist vom Selbstverständnis “zentrale Anlaufstelle für die Betreuung von Cluster- und Netzwerkbildungsprozessen zwischen Industrieunternehmen  und Hochschulen entlang der Wertschöpfungskette in zukunftsorientierten Branchen und Technologiefeldern”. Dr. Gerrit Stratmann* ist in der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Hessen zuständig für das TechnologieTransferNetzwerk (TTN-Hessen) und die Betreuung und Entwicklung von Netzwerken und Clustern.  

Sehr geehrter Dr. Stratmann, die Gründung von Cluster- und Netzwerkinitiativen erfolgt auf zwei Wegen: Entweder investiert eine regionale Regierung im Zuge der Strukturentwicklung in eine als chancenreich erkannte Branche oder Unternehmen einer Branche sehen konkrete Projektchancen und treten von sich aus an die Regierung heran mit der Bitte um Unterstützung. Aus Ihrer bisherigen Erfahrung: Welche Variante kommt in Hessen öfter vor?

Gerrit Stratmann: Das ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Es gibt erfolgreiche Clusterinitiativen wie den Automotive Cluster RheinMainNeckar, der gemeinsam von einer Gruppe von Unternehmern und regionalen Wirtschaftsförderern etabliert wurde und ehrenamtlich gemanagt wird. Grundsätzlich ist es dennoch so, dass die Entwicklung von Clusterinitiativen auch in Deutschland von der jeweiligen Landespolitik geprägt wird. Die Frage ist immer, in welcher Form das Fördergeld verteilt wird: Hessen geht dabei ganz bewusst einen Weg, den man als “bottom-up-Ansatz” bezeichnet. Die Initiative zur Vernetzung von Clustern muss von unten, den Akteuren in den Unternehmen und Regionen, kommen und kann nicht von der Politik “verordnet” werden. In Bayern wird hingegen eher eine “top-down-Strategie” verfolgt.

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