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17. April 2008

Experten-Interviews, Teil 5: Joachim Reitbauer, Holzcluster Steiermark

 

Im Jahr 2001 kam Ing. Joachim Reitbauer* als Geschäftsführer zur Holzcluster Steiermark GmbH. Die Cluster-Organisation umfasst heute 130 Mitglieder aus dem Stärkefeld Forst-Holz-Papier. Das oberste Anliegen des Clusters ist laut Eigendefinition “die Forcierung einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur in der Branche mit dem Ziel, die Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken und wichtige Arbeitsplätze vor allem in ländlichen Regionen zu sichern.”

Lieber Joachim Reitbauer, Du bist verantwortlich für die Aktivitäten in einem äußerst heterogenen Umfeld, in dem die Schlüsselspieler sowohl aus dem öffentlichen Sektor, aus der Privatwirtschaft als auch aus dem landwirtschaftlichen Bereich kommen.

Wenn Du Dich an die Anfänge zurück erinnerst: Mit welcher Intention ging der Holzcluster Steiermark an den Start - ging es eher um “Standortmarketing” oder eher um “Wirtschaftsförderung” - und welche Schlüsselspieler waren von Beginn an dabei?

Joachim Reitbauer: Es begann im Jahr 2001 - und es ging immer darum, Betriebe zu stärken und damit letzlich Wirtschaftsförderung zu betreiben … Schlüsselplyaer waren hier eigentlich von Beginn an die großen Betriebe der Säge- und Papierindustrie wie etwa Schaffer, Leitinger, Mayr Melnhof, Norske Skog, Sappi, der Waldverband Steiermark u.a.

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14. April 2008

Experten-Interviews, Teil 4: Robert Gfrerer, Humantechnologie-Cluster, Steiermark

 

Im Jahr 2005 begann DI Dr. Robert Gfrerer, MPH* als Geschäftsführer der Human.technology Styria GmbH. Der im Jahr 2004 ins Leben gerufene Cluster vereint Unternehmen und Organisationen aus dem Life-Science-, Biotech-, Medizintechnik-, Pharma-, Health-Care- und klassischen Medizin-Sektor. 

Lieber Robert Gfrerer, Du bist verantwortlich für alle Humantechnologie-Aktivitäten im Rahmen dieses relativ jungen Clusters. Wenn Du Dich an den Start im Jahr 2005 zurück erinnerst: Mit welcher Intention ging die Initiative an den Start und welche Schlüsselspieler waren von Beginn an dabei?

Robert Gfrerer: Die Intention dabei war, am Standort Steiermark eine stark wachsende Community an Firmen und Institutionen im Life-Science-Bereich durch eine Clusterentwicklung nachhaltig zu unterstützen. Der Cluster als Booster für die Branche also. Von Anfang an dabei waren die Steirische Wirtschaftsförderung SFG, die Industriellenvereinigung Steiermark, Roche Diagnostics, Neuroth, VTU Engineering, ZETA Holding, JOANNEUM RESEARCH und die Medizinische Universität Graz. Es ging allen darum, am Standort für kräftiges unternehmerisches Wachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu sorgen. Daher sind die acht Gründungsgesellschafter auch die Repräsentation der wesentlichen Player der Branche.

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12. April 2008

Experten-Interviews, Teil 3: Harald Bleier, Kunststoff Cluster Niederösterreich

 

Im Jahr 2005 begann Ing. Harald Bleier* als Clustermanager des Kunststoff Clusters Niederösterreich. Der im Jahr 1999 in Oberösterreich gegründete Kunststoff Cluster ist mittlerweile das größte europäische Netzwerk der Branche und war auch der erste Cluster, der von mehreren österreichischen Bundesländern (Oberösterreich, Niederösterreich, nun auch Salzburg) gemeinsam betrieben wurde und wird. 

Lieber Harald Bleier, Du bist verantwortlich für alle Kunststoffaktivitäten in Niederösterreich im Rahmen des KC Kunststoff Clusters.

Wenn Du Dich an den Start im Jahr 2005 zurück erinnerst: Mit welcher Intention - ging es eher um “Standortmarketing” oder eher um “Wirtschaftsförderung” - ging die Initiative KC Niederösterreich an den Start und welche Schlüsselspieler waren von Beginn an dabei? 

Harald Bleier: Der Kunststoff-Cluster-Etablierung in Niederösterreich ging die Netzwerkinitiative Kunststoff Netzwerk Ostregion KNO voraus. Vertreter von Politik, öffentlichen Organisationen und Unternehmen bildeten dabei die Basis. Hier wurde auch die Grundlage für die Zusammenarbeit mit Oberösterreich gelegt, die aus meiner Sicht entscheidend auch für unseren Erfolg in Niederösterreich ist. Die Intention war und ist eine aktive Betreuung der Unternehmen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen in den beteiligten Bundesländern (OÖ, NÖ, Sbg) für wirtschaftlichen Erfolg und Wachstum der Kunststoff-Branche zu optimieren. Um das zu leben, wirken im Kunststoff-Cluster unsere Beiräte, die aus allen oben genanten Bereichen kommen, und uns Cluster-Managern für die strategische Ausrichtung zur Seite stehen.

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9. April 2008

Experten-Interviews, Teil 2: Bernhard Puttinger, Eco World Styria

 

Im Jahr 2006 kam Ing. Bernhard Puttinger, MBA* als stellvertretender Geschäftsführer zur ECO WORLD STYRIA. Unter dieser neuen Marke werden die seit 1998 in der Steiermark existierenden Netzwerkaktivitäten in den Bereichen biogene Energien, Sonnenenergie, Stoffstrommanagement und Wasser/Abwasser gebündelt.

Lieber Bernhard Puttinger, Du bist verantwortlich für die Aktivitäten in einem äußert heterogenen Umfeld, in dem die Schlüsselspieler sowohl aus dem öffentlichen Sektor als auch aus der Privatwirtschaft kommen.

Wenn Du Dich an Deinen Start im Jahr 2006 zurück erinnerst: Mit welcher Intention ging die ECO WORLD STYRIA an den Start und welche Schlüsselspieler waren von Beginn an dabei?

Bernhard Puttinger: Im Jahr 2005 wurde ein strukturierter Strategieprozess mit 7 Analysen mit rund zwei Dutzend persönlich beitragenden UnternehmerInnen durchgeführt. Aufgrund der vielfältigen Wertschöpfungsketten in diesem heterogenen Feld Energie- und Umwelttechnik haben sich diese Personen (gegen einen Cluster im engen Sinne und) für eine starkes Netzwerk mit der Vision “Leadership in Energie- und Umwelttechnik!” ausgesprochen.

Die davon abgeleiteten strategischen Ziele sind sowohl “Standortmarketing” als auch “Wirtschaftsförderung”: die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Positionierung als Standort Nr. 1 für Energie- und Umwelttechnik. Es waren und sind nach wie vor beide Zieldimensionen wichtig, vom Leistungsangebot liegt der Schwerpunkt zu 2/3 im Bereich der Wirtschaft und zu 1/3 im Bereich des Standorts.

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6. April 2008

Experten-Interviews, Teil 1: Ewald Babka, Kunststoffnetzwerk Ostregion (KNO)

 

Im Jahr 2002 begann DI Ewald Babka* als “Regionaler Technologiemanager” des Landes Niederösterreich mit dem Aufbau des “Kunststoffnetzwerkes Ostregion (KNO)”. Aus den weiterführenden Projekten dieses Netzwerkes entstand Anfang 2005 der Kunststoffcluster NÖ, der mittlerweile Teil des bundesländer-übergreifenden österreichischen KC Kunststoffclusters ist.

Lieber Ewald Babka, Du warst verantwortlich für den Aufbau des “Kunststoffnetzwerkes Ostregion (KNO)” im Bundesland Niederösterreich. Im Rahmen dieses Aufbaus haben wir einander kennengelernt und es ist mir als einer der Cluster-Lotsen eine Freude, das erste Interview zu praktischen Erfahrungen im Netzwerk- und Clustermanagement mit Dir führen zu können.

Gleich zu meiner ersten Frage unseres Gespräches. Wenn Du Dich zurück erinnerst: Mit welcher Intention ging die Initiative KNO im Jahr 2002 an den Start und welche Schlüsselspieler waren von Beginn an dabei?

Ewald Babka: Die Intention war in erster Linie ein Netzwerk zu schaffen, in dem innovative Unternehmen gemeinsam an neuen Ideen und neuen Technologien  arbeiten. In zweiter Linie war aber auch der Gedanke da, weniger innovative  und aktive Unternehmen ein wenig aus der Reservce zu locken, um ihnen damit den Zugang zu Neuem zu eröffnen. Meine Aufgabe damals war es, Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen zu bringen um einerseits den Forschungseinrichtungen die Möglichkeit zu bieten, die F&E-Bedürfnisse der Unternehmen zu erfahren, und andererseits den Unternehmen die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Ideen (die meist im Tagesgeschäft untergehen und unternehmensintern schwer umzusetzen sind - vor allem innovative Hochtechnologiethemen) gemeinsam mit den F&E-Einrichtungen (Universitäteten, Fachhochschulen, außeruniversitäre F&E-Einrichtungen, etc.) zu diskutieren und daraus F&E-Projekte zu formulieren.

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5. März 2008

“Wir laufen nicht hinterher, sondern voraus!”

 

Das sagte im Jahr 1999 der damalige steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl in einem Interview mit TzW (Texte zur Wirtschaft) zum Thema “König Investor”. Paierl gilt als “politischer Erfinder der Cluster-Idee” und war für den Start eines der ersten europäischen Cluster (Autocluster ACstyria) im Jahr 1995 verantwortlich. Mit der Fokussierung auf Cluster gelang es, die Steiermark nach dem Niedergang der verstaatlichten Stahlindustrie in den Achtzigerjahren des vorigen Jahrhunderts industriell in neuer Organisationsform und in zukunftsträchtigen Branchen (wieder) zu beleben…

Clusterphilosophie ist eine Strukturpolitik, denn sie ermächtigt und ertüchtigt lernende Organisationen, eine lernende Gesellschaft. Nachhaltiges Vernetzen ist dort das Thema. Und damit haben wir auch eine ganz bewußte Standortpolitik betrieben. Man braucht natürlich auch Projekte. Und die Projekte hat nicht der Staat in der Tasche, sondern werden von hellen Köpfen angeregt. Deswegen ist auch unser Programm eine Vision und Mission für “helle Köpfe”. Wie jedes Unternehmen positioniert sich auch das Unternehmen Steiermark in einem internationalen Kontext, wir eben als “helle Region”. 

Interview mit Herbert Paierl 

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5. März 2008

“Das sind keine Kuschelbuden”

 

Als Gabriele Fischer Chefin von Econy war, im Jahr 1999, führte sie einen E-Mail-Dialog mit meinem Unternehmenspartner Christian Eigner, zu dieser Zeit Herausgeber von TzW (damals ZumThema) zum Thema “Das postmoderne Unternehmen”.  Fischer schrieb: Wer heute jung ist, lernt vor allem eins: Es gibt keine Sicherheiten mehr und keine geordneten Wege. Früher war klar: Abi, Studium und dann ab in den Beruf. So geht’s. Heute? Geht alles. Und alles nicht. Spitzenjobs gibts mit und ohne Studium, Firmengründer vom Schüler bis zum promovierten McKinsey-Berater. Auch das verändert Kultur. Und die Globalisierung? Macht vielen Angst und vielen Spaß. Denn je größer und weltumspannender die Konzerne werden, um so mehr Nischen lassen sie. Und zumindest in den wissensbasierten Industrien bleiben eine Menge Chancen für kreative Leute.

Ich darf daran erinnern: Wir schrieben das Jahr 1999 …

Den kompletten Dialog lesen Sie im PDF Keine Kuschelbuden 

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4. März 2008

Filme zum Thema

 

An dieser Stelle werden wir in Kürze auch Interviews und anderes Bildmaterial in Sachen Cluster, Netzwerke, Organisationskultur, Wissens- und Kommunikations-Management u.ä. präsentieren …

Ihre Cluster-Lotsen 

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3. März 2008

Wind machen

 

Wind machen ist in jedem Projekt, in jedem Cluster, in jeder Gesellschaft notwendig. Die Frage ist nur: Welcher Wind ist es, der einem in’s Gesicht bläst?

Wir bedanken uns bei Jörg-Martin Willnauer für die Möglichkeit, seine Lieder hier präsentiern zu können!

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