16. Juli 2009
Grazer Unis bündeln Humantechnologie-Kompetenzen
Mit der Plattform “Biotechmed” fokussieren die vier Universitäten am Standort Graz ihre schon bisher praktizierte Zusammenarbeit in den Life Sciences und Humantechnologien. Ein besonders gelungenes Beispiel dafür ist NAWI Graz, die enge Kooperation der Karl-Franzens-Universität und der TU Graz im Bereich der Naturwissenschaften.
“Die NAWI ist etwas Sensationelles. Hier wird auf unprätentiöse Art und Weise zusammengearbeitet und Mehrwert für die Forschung und die Studierenden geschaffen”, zeigte sich der österreichische Wissenschaftsminister Johannes Hahn erfreut über die steirischen Entwicklungen. Die vier Grazer Unis (Karl-Franzens-Universität, TU Graz, Medizinische Universität und Kunstuniversität Graz) mit rund 39.000 Studierenden, 233 Instituten bzw. Kliniken und mehr als 9.000 Mitarbeitern und Universitätsangehörigen sehen ihre Zukunft in einer “planvollen Abstimmung ihrer Aktivitäten, der Vermeidung von Doppelgleisigkeiten und synergistischer Zusammenführung von Ressourcen”. “Wir sind überzeugt, dass die gemeinsame Existenz der vier Unis eine ganz große Chance ist und ein gewaltiger Mehrwert entstehen kann”, betonte Med-Uni-Rektor Josef Smolle.
Dieser Mehrwert durch Zusammenarbeit soll vor allem in den Life Sciences und Humantechnologien noch ausgebaut werden. Mit dem Kooperationsprojekt “Biotechmed” soll das Know-how der klassischen Naturwissenschaften, von Technik, Medizin und künstlerischen Fächern gebündelt werden. Der Biotechmed-Unicluster ist auch für die steirische Wissenschaftslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder eine wünschenswerte Schwerpunktbildung. So wurden den vier Grazer Unis und der Montanuni Leoben im Jahr 2009 mit Landes- und EFRE-Mitteln Gesamtinvestitionen in der Höhe von drei Millionen Euro bewilligt. Für den Herbst seien weitere 2,3 Mio. Euro - davon 700.000 Euro an Landesförderung - für Forschungsinfrastrukturprojekte an den steirischen Unis geplant.
Man könnte es auch so ausdrücken: In Sachen Kooperationen, Life Sciences und Humantechnologien geht in Graz die Post ab …