29. Oktober 2009
International führend: Industrielle Biotechnologie aus Österreich
Seit mehreren Jahren kooperieren das “Austrian Center of Biopharmaceutical Technology – ACBT” in Wien und das Grazer “Kompetenzzentrum Angewandte Biokatalyse“ in Sachen industrieller Biotechnologie. Nun haben beide Zentren ihr Know-how und ihre Infrastruktur gebündelt, bei der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG um ein so genanntes K2-Kompetenzzentrum (international wahrnehmbare “Centers of Excellence”) eingereicht – und wurden im Rahmen eines internationalen Peer-Review-Verfahrens positiv evaluiert. Sieben Universitäten, mehr als 30 Unternehmen und rund 120 Wissenschafterinnen und Wissenschafter werden somit ab 2010 im ACIB – Austrian Centre of Industrial Biotechnology ihr Know-how gemeinsam nutzen.
So wird im neuen K2-Zentrum an den Standorten Wien, Graz und Innsbruck biotechnologische Forschung auf höchstem internationalem Niveau betrieben. Dr. Markus Michaelis, Geschäftsführer des Konsortialführers, des Grazer Vorläufer-Kompetenzzentrums für Angewandte Biokatalyse: “Das rege Interesse nationaler und internationaler Unternehmenspartner und die große Beteiligung wissenschaftlicher Partner zeigt die aktuelle und hohe zukünftige Bedeutung der industriellen Biotechnologie.”
“ACIB wird auch im internationalen Vergleich eines der wichtigsten Forschungszentren im Bereich der industriellen Biotechnologie sein und als wesentlicher Innovationstreiber für die österreichische Wirtschaft fungieren”, so Dr. Friedemann Hesse, Koordinator des Wiener Vorläuferzentrums Austrian Center of Biopharmaceutical Technology.
“Die Vision von ACIB ist die Etablierung einer wissensbasierten industriellen Biotechnologie”, erklären die Betreiber des neuen K2-Kompetenzzentrums, denn “die bisher oft auf ‘Trial and Error’ basierenden Ansätze in der Entwicklung von Bioprozessen sollen durch neue wissensbasierte Methoden ersetzt werden.” Anspruch des neuen Zentrums mit einem Jahresbudget von rund 13 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre ist es, “neue vorhersagbare und ökonomische Produktionsprozesse für eine bio-basierte Industrie zu entwickeln.” Die thematischen Schwerpunkte decken einen breiten Bereich der industriellen Biotechnologie ab und reichen von der Entwicklung von Produktionsverfahren für biologische Medikamente und Impfstoffe bis hin zur Biokatalyse.