3. Juli 2009

TUHH erfolgreich bei Hamburger Landesexzellenzinitiative

Zwei im Januar eingereichte Vorhaben im Bereich der Grundlagenforschung werden künftig jährlich mit jeweils 1,3 Millionen Euro gefördert: Die Forscher des Clusters “Fundamentals for synthetic biological systems (SynBio)” erhoffen sich einen Durchbruch in der Biotechnologie; dabei geht es um effektivere Methoden zur Herstellung z.B. von Medikamenten. Und im Cluster “Integrierte Materialsysteme (IMS)” suchen die Wissenschaftler nach maßgeschneiderten Werkstoffen für die industrielle Herstellung, wie der Informationsdienst Wissenschaft idw berichtet.

“Es ist ein grandioses Ergebnis für die TUHH, im Rahmen der Landesinitiative beide Anträge gefördert zu sehen, und eine Auszeichnung für unsere Wissenschaftler”, sagte TUHH-Präsident Prof. Dr.-Ing. Edwin Kreuzer. Es zeige, dass die TUHH mit ihrer neuen Politik, Schwerpunkte in zukunftsweisenden Forschungsfeldern zu setzen, auf dem richtigen Weg sei.

Im Cluster “Fundamentals for synthetic biological systems (SynBio)” arbeitet die TUHH mit der Universität Hamburg und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) bei DESY zusammen. Ziel ist die Optimierung vorhandener und die gezielte Entwicklung neuer, synthetischer Stoffwechselprozesse für die biotechnologische Produktion z.B. von neuartigen Medikamenten oder regenerativen Energieträgern. So hoffen die Forscher auf diesem Wege einen Durchbruch zum Beispiel bei der Wasserstoff-Synthese aus Biomasse für den Antrieb von Autos erreichen zu können. An der TUHH wird damit ein neues Forschungsfeld an der Schnittstelle der Bio- und Ingenieurwissenschaften etabliert, das die Biotechnologie und die Life Sciences insgesamt revolutionieren könnte. “Die Verknüpfung von Chemie, Biologie und Ingenieurwissenschaften in diesem Cluster ist einzigartig und wird den Weg zu einer erfolgreichen Bewerbung in der nächsten Bundesexzellenzinitiative ebnen”, sagt der Koordinator des Clusters, Prof. Dr. An-Ping Zeng.

Das Ziel des gemeinsam von der TUHH, den Forschungszentren GKSS und DESY sowie der Universität Hamburg beantragten Landesexzellenzclusters “Integrierte Materialsysteme (IMS)” ist die Entwicklung neuer Werkstoffe, die maßgeschneidert für die Anwendung hergestellt werden und Schädigungen ausgleichen können. Das Vorhaben beschäftigt sich mit widerstandsfähigen, leichtgewichtigen Materialien, die besondere Werkstoffeigenschaften aufweisen. Von besonderem Interesse sind dabei integrierte Materialsysteme und deren Potenzial. Koordinator des Verbundprojekts ist Prof. Dr.-Ing. Gerold Schneider, Leiter des Instituts für Keramische Hochleistungswerkstoffe der TUHH.

home

Tags: ,

Haben Sie Anmerkungen?